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ARGOS
Edition Neue Klassik

Marco Tschirpke
Der Onkel und die Katze
Gedichte
Mainz: VAT Verlag André Thiele 2008
48 S., Hardcover mit Fadenheftung und Schutzumschlag, 9.90 EUR
ISBN 978-3-940884-00-8


1. Auflage: 5/2008;
2. Auflage: 3/2009



9,90 EUR

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Marco Tschirpke ist der neue preisgekrönte Stern am Himmel der Kleinkunst. Seine Lapsuslieder lassen sich in keine Kategorie sortieren, so wenig wie sein Klaviervortrag: Beide sind verblüffend und punktgenau. Selten wurden so viele Wahrheiten so kompakt und treffsicher so direkt und gut zu Gehör gebracht.

Tschirpkes Gedichten merkt man an, dass sie aus der Sprache kommen, der Sprache der deutschen Klassik. Heine, Nestroy, Kraus, Busch, Gernhardt, Hacks - der Kanon der auffindbaren Vorbilder ist exquisit. Zugleich hat der Künstler das zentrale Gesetz guter Kunst verinnerlicht: Du sollst dein Publikum nicht langweilen! Nicht oft wird mit solch leichter Hand so tiefgründig gesprochen wie bei Tschirpke.

Seine Gedichte erschließen sich sofort - scheinbar. Denn hinter jedem Lachen steckt ein Problem, und es ist nicht selten das Problem, das am lautesten lacht.



Pressestimmen

* Michael Sailer; in: konkret 9 / 2008, S. 56

Wenn alle Menschen dieses Buch läsen, wäre die Welt ein wunderbarer Ort, erfüllt von zarter, freundlich lächelnder Witzschönheit.

* Martin Wein, Gepflegte Verse, lustvoll fatalistisch; in: Wilhelmshavener Zeitung, 23. Januar 2009, S. 14:

Aber es gibt auch neue, junge Stimmen, denen zu lauschen sich lohnt. Marco Tschirpke zum Beispiel, 33 Jahre jung, Berliner, Pianist, Sänger und Poet. Beim Festival der Kleinkunst im November im Pumpwerk wurde Tschirpke umjubelt, als er in neckischer Pose des verstiegenen Poeten seine Reime zu Gehör brachte. Nicht minder heiter ist die Lektüre. „Der Onkel und die Katze“ heißt das Debütbändchen mit 36 Gedichten in edler Aufmachung. [...]

in knappen Worten, mit lustvollem Fatalismus nimmt ein junger Intellektueller die Kulturnation und ihre Protagonisten auf die Schippe. Es macht Spaß, das zu lesen, auch vorzulesen vielleicht. Schließlich hat der Autor das jahrelang in Berliner Poetry Slams auch getan. Die Fußstapfen Heinz Erhardts sind erkennbar, aber durchaus nicht zu groß. Und von der scheinbar naiven Form mit klassischem Versmaß und Endreimschema sollte man sich nicht täuschen lassen. Leichtfüßige Ironie durchzieht sämtliche Texte, alldieweil sturer Ernst wohl dem Kitschvorwurf nicht ausweichen könnte.




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