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Mitten im Lärm von Motoren, Mitten im Händlerschrein Bis du verloren, Und sinnst über den blauen Schein, Den der Himmel hat
"Hartnäckig, provokativ und empfindsam, bar jeder Vernunft, wenn es um Vernunft im Alltagssinne geht." - Armin Stolper
"Matusche ist wiederzuentdecken als bedeutender Stückeschreiber des zwanzigsten Jahrhunderts. Eine Berührung mit ihm hinterlässt Spuren." - Jörg Mihan
Alle Dramen des Dichters Alfred Matusche (1909-1973), gründlich ediert und zum ersten Mal in einem Band versammelt.
1. Die Dorfstraße 2. Der Regenwettermann 3. Das Lied meines Weges 4. Van Gogh 5. Kap der Unruhe 6. Welche, von den Frauen? 7. Die Nacht der Linden 8. Prognose 9. An beiden Ufern 10. Nacktes Gras
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* Martin Linz, "Linzers Eck"; in: Theater der Zeit, März 2009, S. 73
Alfred Matusche, Dichter und Vagabund, wäre in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden, gestorben ist er schon 1973, ausgezehrt vom unsteten Leben, lebenslangen materiellen Sorgen und dem Gefühl, nicht wirklich erwünscht zu sein. [...] Was andererseits kein Theater, keine Dramaturgie, die etwas auf sich hält, daran hindern sollte, das dramatische CEuvre Alfred Matusches zwecks Revitalisierung sorgsam zu prüfen. Interessante Entdeckungen dabei verspricht Martin Linzer.
* Manfred Orlick; in: buchinformationen.de v. 2.11.2009
Seine Stücke wurden selten gespielt und oft missverstanden. Der Mainzer Verlag André Thiele gibt nun erstmals alle seine Dramen gründlich editiert und in einem Band heraus. Damit hat man die Gelegenheit, einen der bedeutenden deutschen Stückeschreiber des zwanzigsten Jahrhunderts kennenzulernen.
* Jens Frederiksen, Aufbruch zum Kap der Unruhe; in: Allgemeine Zeitung Mainz v. 7.11.2009, S. 33
Matusche erweist sich bei den vermeintlich spröden Stoffen als ein Virtuose der deftigen Figurenzeichnung und darüber hinaus als ein Meister des lakonisch knappen Dialogs. Und Matusches Vorliebe für Querköpfe und Außenseiter hebt selbst solche Geschichten ins Zeitlose, die festgezurrt scheinen in der jeweils treffsicher umrissenen historischen Situation.
* Klaus Walther, Wiederentdeckung eines Stückeschreibers; in: Chemnitzer Freie Presse v. 15.12.2009:
Nun sind im Jahr seines 100. Geburtstages zwei Publikationen erschienen, die den Versuch unternehmen, Matusche und sein Werk näher zu bringen. Eine Festschrift, herausgegeben von Gottfried Fischborn bietet neben den Erinnerungen von Peter Sodann Analysen seiner Werke, Rückblicke und Ausblicke. Aber leider gibt es keine biografische Spurensuche, die man in dem Band seiner Dramen, ebenfalls herausgegeben von Fischborn findet. Ob dies zu einer Neuentdeckung Matusches führt, man wird es sehen, verdient hätte es das Werk dieses fast vergessenen Autors.
* Mathias Biskupek, Die Außenseiter; in: Eulenspiegel, 1 / 2010, S. 60:
Man kann jetzt nachlesen, was Matusche zu sagen hatte: Die Dramen, fein leinengebunden, herausgegeben von Gottfried Fischborn. Zehn Stücktexte sind da versammelt — und weil Matusche als Dichter begann und wohl zeit seines Lebens nicht vom Verdichten lassen konnte, lesen sich die Dinger besser, als man es von Dramentexten gemeinhin erwartet. Auch die Beschreibungen der jeweiligen Szenen sind bildhaft und genau — das mögen Theaterleute nicht immer, denn schließlich möchten diese die eigene Phantasie vorführen und ausstellen.
* Jochanan Trilse-Finkelstein, Alfred Matusche; in: Ossietzky 1/2010:
Die Bühnen mißachten dieses Erbe inzwischen. Vielleicht werden spätere Generationen Matusche wie weiland Kleist, Büchner oder auch Barlach für sich entdecken, und die kritisch akkla-mierende Gesellschaft wird staunend sagen: „Ach ...! Wie war das möglich?“ Einer hat das nun schon im Jahre 2009 gewagt: Der einstige Leipziger, nun Wiesbadener Theaterwissenschaftler Gottfried Fischborn hat Matusches Dramen im Verlag André Thiele in Mainz herausgegeben, so, wie sie unseren Henschel-Ausgaben vorlagen.
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