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Jawohl, ich verabscheue diese monströsen Kochbücher mit 500 oder 5000 Seiten, mit Tausenden von Rezepten, in denen man herumtappt und sein Latein verliert, bis man schließlich aufgibt.
Die große Sünden beim Kochen sind die Zügellosigkeit, die Empfindsamkeit, die Blumen (rhetorische Blumen, versteht sich).
Kochen ist Proportion, Anthroporythmie, der goldene Schnitt, der Parthenon ...
Was mich betrifft, so kannte ich während meiner ganzen Kindheit in meinem Dorf nur drei Gerichte: Suppe, Frikassee und Braten.
Drei, mehr nicht.
Der 1965 geschriebene Essay »Die paläolithische Küche« ist eine Anweisung zur radikalen Beschränkung auf das dem Kochen wesentliche, auf die Substanz. Ein Manifest des terroir-Gedankens, lange bevor der Begriff in Mode war: scharf, heftig, klar und angriffslustig. Der modernen Kochweise der Promidinners und Kochshows hält Delteil sein Konzept einer cuisine brûte entgegen.
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Joseph Delteil (1894-1978) war einer der erfolgreichsten französischen Schriftsteller, der »Liebling von Paris«, als er sich 1931 in die Provinz zurückzog. Dort praktizierte er die Kunst des vivere parto, des Lebens vom Wenigen. Direkt nach dem Krieg begann er eine zweite erfolgreiche Karriere als Schriftsteller.
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