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Alfredo Bauer Mythen-Szenen Dramoletts Mainz: VAT Verlag André Thiele 2009 224 S., Hardcover mit Schutzumschlag, 16.90 EUR Mit 14 Illustrationen von Steffen Peter ISBN 978-3-940884-17-6
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Luzifer: Schau, wie du bist! Ich will dich doch nur trösten. Hast du wirklich Angst davor, jetzt überflüssig zu sein? Wirst du ja gar nicht. Ich werde weiter da sein. Die Unterwelt, die Hölle hat er mir angewiesen als Wohnung, aber mein Arbeitsfeld bleibt doch die Schöpfung. So einfältig wie du ist der da oben eben nicht. Der weiß sehr gut, dass weder er noch die Existenz ohne mich auskommen kann.
Michael: Wirst also weiter die Menschen in Versuchung führen?
Luzifer: Wen denn sonst? Die Engel vielleicht?
Der alte Ernst, der neue Stil. - In 14 Kapiteln und 42 Szenen stellt Alfredo Bauer "erzogene" Mythen vor, also solche, die die Schule der Aufklärung durchlaufen haben.
Mythen gelten als überholt, als gruseliges Sprechen aus finsterer Zeit. Dabei sind wir von Mythen umgeben, hier und heute. Ohne Mythen fänden wir uns in unserer Welt wohl kaum zurecht.
Diese Sammlung von Mythen erzählt das Alte neu. Denn genau das sind Mythen: Geschichten, die das Alte erzählen und dadurch das Neue verstehbar machen.
Die "Mythen-Szenen" zeigen unsere Götter, Helden und Gelehrten wie sie sind, und wie sie das wurden, was sie uns sind.
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Alfredo Bauer flüchtete 1938 mit seinen Eltern vor den Nationalsozialisten aus Wien nach Argentinien. Er studierte Medizin, wurde promoviert und praktizierte als niedergelassener Facharzt für Gynäkologie. Bauer schreibt gleichermaßen Spanisch und Deutsch, übersetzte Werke u.a. von Goethe, Heine und Peter Hacks, von Bertolt Brecht, Felix Mitterer und Jura Soyfer ins Spanische, veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen und Aufklärungsschriften und schrieb Lyrik, Reise-Beschreibungen sowie elf Romane meist historischen Inhalts.
Bauer legte auch die deutsche Übersetzungen spanischsprachiger Werke vor, so das argentinische Nationalepos "Der Gaucho Martìn Fierro" von Josè Hernàndez, "Fausto" von Estanislao Del Campo und Manuel Mùjica Làinez, sowie das "Buch von Guter Liebe" von Juan Ruiz (1283-1351). Alfredo Bauer erhielt zweimal die "Ehrenschleife" des Argentinischen Schriftstellerverbandes, den Jacob und Wilhelm Grimm Preis der DDR (1987) und den Theodor Kramer Preis, Wien (2003).
Er ist Mitglied der Heinrich Heine Gesellschaft, Düsseldorf, der Theodor Kramer Gesellschaft, Wien, der Alfred Klahr Gesellschaft, Wien, und der Internationalen Antonio Gramsci Gesellschaft. Außerdem ist er Ehrenmitglied des Argentinischen Germanisten-Verbandes.
Alfredo Bauer hat drei Kinder und sechs Enkel und lebt und arbeitet in Buenos Aires.
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