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Sebastian Kiefer (Bio) Das unsichtbare Genie Populismus, Herzenseinfalt und Artistik in der Verskunst Joseph von Eichendorffs Edition POESIS, Band 2 Mainz 2012 ca. 230 S., Taschenbuch, 16.90 EUR ISBN 978-3-940884-74-9
Erscheint im November 2012
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Unschuldig und direkt wie kleine Kinder scheinen Joseph von Eichendorffs Verse das Geheimnis der Welt zu benennen: »Schläft ein Lied in allen Dingen«, »Es war, als hätt' der Himmel«, »In einem kühlen Grunde / Da geht ein Mühlenrad«.
Oft hat man Eichendorff für rückständig erklärt, man schalt ihn innerlichkeitssüchtig und phantasiearm. Man lächelte über die putzigen »Hütlein« und leblosen Burgfräuleins in stillen Kämmerlein, aber Herz-Schmerz-Reime, über die Aufzüge von Rittern, Spielmännern, Jägern, über das immer gleiche Rauschen der Wälder und Brunnen, das Drehen der Mühlenräder - doch sein Ruf als reinster Lyriker deutscher Zunge ist ungebrochen. Weshalb er das ist, sagt man indes nirgends, denn Eines hat noch niemand interessiert: Der Sprachkünstler Eichendorff. Er ist noch zu entdecken.
Das vorliegende Buch zeigt, weshalb.
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