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Marion Tauschwitz (Bio)
Der Gesang der Schneckenhäuser
Roman, Mainz 2011
214 S., Taschenbuch, 16.90 EUR
ISBN 978-3-940884-57-2



 

16,90 EUR

 

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Laura entflieht ihrem lieblosen Elternhaus und erliegt Serges charismatischem Charme. Sie ist bereit, ihre Vergangenheit einer gemeinsamen Zukunft zu opfern. Scheinbar liebevoll formt der Ältere die junge Frau, letztlich aber mit grausamer Präzision. Nach der Geburt der Tochter Isabel fällt Laura in Depressionen. Eines Tages ist sie verschwunden.

Serges vermeintlich hartes Schicksal berührt die Umwelt. Seine opferbereite, selbstlose Erziehung der kleinen Tochter erregt Bewunderung. Auch Isabel liebt ihren Vater abgöttisch. Die hingebungsvolle Beziehung geht unmerklich in Missbrauch über. Jahrelang. Isabel versucht vergeblich, sich dem Vater zu entziehen.

Sebastian ist der einzige, der ihre Signale richtig deutet. Mit ihm zusammen wendet sie ihre Unterdrückung in Rache.

Dieser Roman erfasst das Typische an Fällen von familiärem Missbrauch, das Subtile an den Entwicklungen, das scheinbar Zwangsläufige an den Reaktionen. Nichts wird beschönigt, aber auch nichts als aussichtslos dargestellt.





Pressestimmen

* Frauke Kaberka, »Verstörende Missbrauchsgeschichte von Marion Tauschwitz«; Deutsche Presse-Agentur (dpa) v. 10.1.2012

»Marion Tauschwitz hat mit Inzest, Pädophilie und Missbrauch ein Thema gewählt, das verpflichtet: zur Mahnung, zur Aufmerksamkeit, zur Hilfe und zum Verstehen. Diesen Anspruch hat sie unbedingt erfüllt: Das Buch wirkt nachhaltig.«