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Bernd Leistner (Bio) In aller Form Altväterische Gedichte und Sprüche Mainz 2011 105 S., Taschenbuch, 14.90 EUR ISBN 978-3-940884-49-7
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»Frühlingslied
Frühling flattert blau heran, Leuchtend das Gefild, Drangvoll ruft der deutsche Mann: Heute wird gegrillt! Linde Lüfte sind erwacht, Säuseln wundermild, Bier her, Feuer angefacht, Gleich wird losgegrillt! Horch, von fern der Harfenton, Der ein Sehnen stillt, Und sieh da, nun qualmt es schon, Grillt, ihr Würstchen, grillt!«
Bernd Leistner greift auf den reichen Fundus tradierter Vers-, Strophen- und Gedichtformen zurück und erprobt deren Tauglichkeit in einer Gegenwart, in der viele von ihnen als veraltet gelten oder gar schon weithin vergessen sind.
Die Erprobung erfolgt mit spielerischer, auch parodierender Lust, doch ohne daß sie sich im unverbindlich Spaßhaften verlöre.
Daß zugleich Ernstliches verhandelt wird, scheint nicht nur gelegentlich durch.
»Meinungsbildung
Ach, da trampeln sie gar mächtig Auf der Hingerafften rum, So als wäre die noch trächtig, Ginge unrechtschwanger um.
Und betrampeln und bemotzen Sie mit solcher Vehemenz, Daß die Neuverdeutschten trotzen: Wär nicht schlecht, die Virulenz!«
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* Freie Presse v. 26.6.2011:
»Leistner schreibt klug, mit leichter Ironie über das Heute, auch übers heutige Lesen klassischer Literatur.«
* MDR Figaro v. 21.7.2011:
»Bernd Leistner, der sich in seinen Gedichten als genau beobachtender Zeitgenosse erweist, greift mühelos auf den reichen Fundus tradierter Vers-, Strophen- und Gedichtformen zurück.«
* Matthias Biskupek im Eulenspiegel 7/2011:
»Empfehle ich dringend!«
* Michael Ernst, »Auf leichten Füßen ins Goethe-Resort«; in: »Sächsische Zeitung« v. 12.8.2011:
»Auf knapp 100 Seiten findet sich formvollendete Versdichtung, die freilich nicht altbacken daherkommt, sondern so stilsicher wie leichtfüßig neue Inhalte ins klassische Maß setzt. [...] Die Pfeile, die der Autor abschießt, sind allesamt gut gespitzt, mitunter herrlich gotteslästerlich und treffen sicher ins Ziel. Ein später Debütant? Ein reifer.«
* angezettelt. Informationsblatt des Sächsischen Literaturrates v. 1.9.2011:
»Bernd Leistner greift hinein in den Fundus alter Formen und zeigt, gedichtformvollendet, dass sich die heutige Welt ebenso gut darin verdichten lässt wie das eigene Sein. Geistreich, spielerisch, manchmal mit einem Schuss Melancholie, oft mit einem Hieb nach hier und da.«
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