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Joseph Delteil (Bio)
Die paläolithische Küche
Edition Essen & Denken, Nr. 1
Mainz 2011
88 S., gebunden, 16.90 EUR
ISBN 978-3-940884-29-9



 

16,90 EUR

 

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»Jawohl, ich verabscheue diese monströsen Kochbücher mit 500 oder 5000 Seiten, mit Tausenden von Rezepten, in denen man herumtappt und sein Latein verliert, bis man schließlich aufgibt.

Die große Sünden beim Kochen sind die Zügellosigkeit, die Empfindsamkeit, die Blumen (rhetorische Blumen, versteht sich).

Kochen ist Proportion, Anthroporythmie, der goldene Schnitt, der Parthenon ...

Was mich betrifft, so kannte ich während meiner ganzen Kindheit in meinem Dorf nur drei Gerichte: Suppe, Frikassee und Braten.

Drei, mehr nicht.«




Der 1965 geschriebene Essay »Die paläolithische Küche« ist eine Anweisung zur radikalen Beschränkung auf das dem Kochen wesentliche, auf die Substanz. Ein Manifest des terroir-Gedankens, lange bevor der Begriff in Mode war: scharf, heftig, klar und angriffslustig. Der modernen Kochweise der Promidinners und Kochshows hält Delteil sein Konzept einer »cuisine brute« entgegen.



Pressestimmen

* Ralf Stiftel, »63. Frankfurter Buchmesse: Zehn Bücher, die uns auffielen«; in: Westfälische Allgemeine v. 14.10.2011:

»Eine visionäre Streitschrift. Die Sprache ist ebenso kraftvoll wie poetisch, und die Meinung stets klar.«

* Das Magazin der Wochenzeitschrift »DIE ZEIT« führte in der Ausgabe vom 20.12.2011 den Essay »Die paläolithische Küche« eine von sieben »ZEITmagazin Entdeckungen der Woche«.

* Jürgen Dollase, »Ein Feuerwerk für ein Kaninchen«; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.1.2012:

»Freunde der 'cuisine brute' werden auch zwischen den Zeilen eine ganze Reihe guter Vorschläge entdecken.«