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Léo Bardon (Bio)
Annie, weißt Du noch ...
Erinnerungen, Mainz 2012
223 S., Taschenbuch, 18.90 EUR
ISBN 978-3-940884-77-0



 

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Ist es moralisch vertretbar, einem Menschen und seiner Umwelt zu verheimlichen, dass er an Alzheimer erkrankt ist?

Annie Girardot prägte den Stil einer ganzen Generation selbstbewusster Frauen: Sie trat seit 1955 in mehr als 170 Filmen auf und war über Jahrzehnte hinweg eine der beliebtesten Schauspielerinnen Frankreichs und Europas.

2001 und 2005 spielte sie in zwei erfolgreichen Filmen des österreichischen Regisseurs Michael Haneke – zu diesem Zeitpunkt war sie bereits schwer an Alzheimer erkrankt. Eine kleine Gruppe von Vertrauten hatte beschlossen, die Krankheit sowohl vor ihr als auch vor der Öffentlichkeit zu verheimlichen.

Annie Girardot starb am 28. Februar 2011 in Paris in einem Hospiz. Ihr engster Vertrauter erzählt von der schrecklichen Entdeckung, dem Kampf darum, das Geheimnis zu wahren, den Erfolgen der mutigen Frau gegen ihren übermächtigen Gegner, den Reaktionen von Familie, Freunden und Kollegen sowie der Öffentlichkeit - und schließlich von ihrem Scheitern in Würde.



Pressestimmen

* Frauke Kaberka, »Liebeserklärung an Filmdiva Annie Girardot«; für: Deutsche Presse-Agentur, veröffentlicht am 22.2.2012:

»Das Buch ist ein letzter Liebesbeweis und vielleicht ein Versuch der Selbsttherapie. Bardon ist deshalb auch nicht der Versuchung ausgesetzt, sich und seine Rolle in Girardots Leben überzubewerten. Uneitel, selbstironisch, aber durchaus auch selbstbewusst beschreibt er sein Leben an der Seite der Diva in ihren letzten Lebensjahren und seinen nicht unbeträchtlichen Anteil daran, dass sie noch mehr als sechs Jahre nach Ausbrechen der Krankheit 'La Girardot' sein konnte.«

Veröffentlicht u.a. in: relevant.at, FOCUS online, Mitteldeutsche Zeitung, Westfälische Nachrichten


* Buchtipp der Redaktion; in: migmag v. 26.3.2012:

»Es geht um die Bedeutung von Identität, um Gefühle wie Leere, Halt- und Schutzlosigkeit, um Ohnmacht und letztlich auch um die Aussichtslosigkeit und Begrenztheit des Verleugnens. [...] insgesamt ist sein Buch ergreifend.«